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stp-baby Redaktion
13. Oktober 2017

UNSERE KLEINE MAUS IST UNSER WUNDER

Organisation, Koordination - und ganz viel Liebe: Anita und Reinhard erzählen übers Eltern-Sein

Anita Hadek (37) und Reinhard Artlieb (39) leben gemeinsam mit ihrer Tochter Valentina (3) in St. Margarethen an der Sierning. Im stp-baby Interview beleuchten die beiden den "ganz normalen Alltag" in ihrer Familie - und erzählen offen von ihren Wünschen und auch Ängsten als Eltern. Übrigens: Die wunderschönen Familien-Fotos hat Nora Mayrhofer-Kadlicz gemacht. Ihr könnt ihr fotografisches Portfolio auf ihrer Website Seelensachen bewundern - und natürlich auch gleich Kontakt aufnehmen, falls ihr euch selbst "Fotos mit Seele" wünscht!

Anita und Reinhard, ihr seid beide berufstätig - wie sieht denn da ein "ganz normaler Tag" mit eurer Tochter Valentina aus?

"Bei uns ist jeder Tag anders und selten verläuft etwas gleich - bis auf Essensrythmus und Schlafenszeiten. Unser Alltag besteht aus deinem dichten Programm, was Logistik, Organisation und Koordination erfordert. Anita steht meistens zwischen 3:30 und 4:30 Uhr auf, gönnt sich in Ruhe eine Tasse Kaffee - um dabei kurz E-Mails und Nachrichten am Handy zu beantworten - räumt den Geschirrspüler aus, richtet die Jause für den KiGa und fürs Büro her, füttert die Katze und säubert ihr Kisterl, und geht kurz duschen, um dann Valentina und Reinhard zu wecken. Da die Kleidung immer am Vortag hergerichtet wird, geht das Anziehen schnell und man muss daher nur mehr Zähne putzen und schminken. Um 6:15 Uhr verlassen wir alle das Haus. Valentina wird zu den 'Großis' gebracht, die einen Stock tiefer wohnen - und wir begeben uns Richtung Haupt-Verkehr. Dienst-Beginn Anita: 07:00 Uhr, Reini: 07:30 Uhr.

Valentina isst dann bei den Großis ihr Müsli und wird um 7:10 Uhr vom KiGa-Bus abgeholt. Um 11:45 Uhr bekommt die Kleine im KiGa ihr Mittagessen. Am Montag wird sie von Oma Ingrid und am Dienstag von Oma Irene abgeholt - und Mittwoch bis Freitag von Mama Anita abgeholt. Da Anita Montag und Dienstag länger arbeiten muss, übernehmen nachmittags die Betreuung die Großis ... Zum Abendessen um 17 Uhr sind aber Mama, Papa und Valentina wieder vereint. Danach wird gemeinsam das Spielzeug weggeräumt, duschen gegangen und um 19 Uhr ist Schlafenszeit für Valentina. Das weiß sie von Beginn an, da um diese Zeit immer die Dorf-Glocke läutet – ebenso in der Früh um 6 Uhr."

Ganz schön durchgetaktet - und super organisiert. Respekt, ihr beiden!

"Danke. Und wenn Anita nachmittags zu Hause ist, werden die Einkäufe und sonstige Besorgungen erledigt. 1 bis 2 mal die Woche wird Wäsche gewaschen, getrocknet und gebügelt. Wir spielen ganz viel draußen, kochen und backen viel und besuchen auch zahlreiche Kinder-Freunde von Valentina. PC und Handy verwenden wir kaum bis gar nicht neben Valentina. Die Kleine murmelt spätestens um 19:15 Uhr, Anita fällt zwischen 21:30 und 22:00 ins Bett und Reinhard etwas später. Mama würde sich übrigens freuen, wenn sie mal 5 Minuten nix tun müsste - und das Baby-Album fertigstellen könnte ..."

Anita, welche Herausforderung war bis jetzt die größte für dich als Mama?

"Mir und meinen Mama-Dasein-Ansprüchen gerecht zu werden. Zum jetzigen Zeitpunkt aber gibt es keine wesentlichen Herausforderungen mehr – es ist alles prima eingespielt. KiGa funkt bestens, Job und Alltag ebenso. Reinhard muss zwar oft für ein paar Wochen durchgehend im Jahr beruflich weg - aber dank Skype ist das auch für unsere Kleine kein Problem."

Reinhard, verrätst du uns eure Ängste und Sorgen als Eltern?

"Wir leben nicht in der Vergangenheit und Zukunft, sondern im Jetzt. Aber wenn wir an die Zukunft denken, dann ist sicher eine Sorge, wie es in der Schule aussehen - und was diese monatlich kosten wird. Spätere Ausbildungs- und Job-Aussichten für Valentina oder auch die Frage von Krieg beschäftigen uns natürlich als Eltern. Alles andere kann man eh nur so annehmen wie es ist. Wir hoffen einfach, dass Valentina einen guten Umgang mit ihren Mitmenschen haben wird. Dass sie ein gesundes Selbstbewusstsein hat, und dass sie später nicht von ihrem guten Weg abkommt. Und natürlich wünschen wir uns, dass sie einfach glücklich ist! Und zwar ohne, dass wir ihr Druck machen oder etwas vorgeben."

Wofür seid ihr dankbar, was ist schön an eurer Rolle als Eltern?

"Unsere kleine Maus ist unser Wunder! Und das schätzen wird jeden Tag - und sind auch sehr dankbar dafür. Es gibt auch anstrengende stressige Zeiten. Aber die schönen überwiegen dennoch, und da gehören für uns ein Lächeln, Plaudern und Spaß dazu. Und auch, dass Valentina so unkompliziert und gesund ist. DANKE!"

Valentina ist nun schon über 3 Jahre alt. Womit beeindruckt und bezaubert sie euch denn aktuell besonders?

"Sie bezaubert uns mit ihrem Wissen, Witz und Charme und mit ihrer Ausdrucksweise. Oft sehen wir uns an, sind erstaunt oder brüllen vor lauter Lachen los, so zuckersüß sind die Sätze und Kommentare aus ihrem Mund … fast schon wie eine Große! Und es beeindruckt uns auch, dass sie überall mithelfen und dabei sein möchte, ganz egal, ob es ums Einkaufen, Kochen oder Garteln geht - oder sogar um den Besuch beim Tierarzt!"

Und welche Einstellungen oder Verhaltensweisen haben sich eigentlich bei euch beiden grundlegend verändert, seit Valentina auf der Welt ist?

"Regelmäßiges Essen und Kochen! Verantwortung übernehmen und dauerhaft tragen. Und: Sich selbst nicht mehr so wichtig nehmen. Prioritäten verlagern. Sich bewusst Zeit für die Kleine nehmen – alles andere ist nicht sooo wichtig, denn diese Zeit mit ihr kommt nie wieder zurück. Also: Wir haben sicher nicht das Gefühl, irgendetwas zu versäumen."

Die Schluss-Frage: Möchtet ihr denn eigentlich ein zweites Kind? Welche Gefühle und Gedanken hegt ihr dazu?

"Ja, das möchten wir. Auch wenn es natürlich Ängste gibt, z.B. wie man finanziell alles abwickelt, ohne jedem Cent und Neben-Job hinterherzujagen. Unser größter Wunsch dabei ist es einfach, dass bei der Geburt erneut alles gut geht - und dass Valentinas zukünftiges Geschwisterchen gesund ist. Und ein weiterer Traum ist, dass sich die beiden Kinder dann gut miteinander verstehen – auch und gerade dann noch, wenn wir beide einmal nicht mehr da sind ..."

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