stp-baby verwendet Cookies, um Ihnen das beste Online-Erlebnis zu ermöglichen. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Information erhalten Sie in unseren Datenschutzbedingungen.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Home > Eltern im Porträt > Anne und Michael im Eltern-Interview
stp-baby Redaktion
28. Oktober 2017

DU MUSST ES SELBST ERLEBEN, UM ES ZU BEGREIFEN

Große Verantwortung trifft auf ganz großes Glück: Anne und Michael im Eltern-Interview

Michael (37) und seine Frau Anne (30) sind seit dem Sommer 2016 glückliche Eltern von Leon. Im stp-baby Interview verraten sie, wie sich ihr Leben verändert hat - und warum Unterstützung vom Umfeld so wertvoll ist. Ganz offen beleuchten sie die Facetten ihrer neuen Rollen als Eltern. Und haben auch ein paar tolle Freizeit-Tipps für Familien in ihrer Heimat-Stadt St. Pölten parat.

Anne und Michael, ihr wart vor der Geburt von Leon (heute 14 Monate) beide in Vollzeit berufstätig. Wie habt ihr die Berufs- und Betreuungssituation geplant bzw. geregelt?

"Wir hatten beide den Konsens, dass Anne eine Karenz-Zeit von 2 Jahren plant. Und wir versuchen, möglichst viel Zeit zu dritt zu verbringen. Michael war daher auch 2 Monate in Vater-Karenz. Gerade in den ersten Monaten ist es eine sehr wichtige Erfahrung für den Vater, wenn er den neuen Alltag mit Baby erlebt. Es gibt ja täglich sichtbare Fortschritte - da ist es ein großes Geschenk, wenn man live dabei ist und sie nicht nur am Abend erzählt bekommt. Dabei hatte Michael das Glück, dass seine berufliche Tätigkeit nicht unbedingt erfordert, dass er immer am Arbeitsplatz ist. Viele Aufgaben lassen sich für ihn auch von unterwegs und von daheim erledigen. Dadurch waren und sind wir flexibler, als das in anderen Berufen möglich wäre."

Inwieweit wurdet ihr von eurem familiären Umfeld nach der Geburt unterstützt - und wo besteht die Unterstützung jetzt noch?

"Großartige Großeltern sind eine unglaubliche Hilfe. Einerseits merkt man schon während der Schwangerschaft, wie sie mitfiebern und welche große Freude sie mit den werdenden Eltern schon teilen. Andererseits ist es auch nach der Geburt eine Erleichterung, wenn da jemand ist, der aus eigener Erfahrung Rat gibt und der einfach da ist, wenn man mal Unterstützung braucht. Es war uns auch wichtig, dass Leon von Anfang an neben uns Eltern weitere Bezugspersonen hat, bei denen er sich sicher fühlt. Das hilft sehr, wenn man mal ein paar Stunden ohne Baby unterwegs sein möchte.

Nach der Geburt hilft es natürlich auch, wenn man jemanden hat, der bei Einkäufen oder im Haushalt hilft - damit man sich auf die vielen neuen Aufgaben konzentrieren kann und vieles vom lästigen Alltag einfach mal ausblenden kann. Mittlerweile besteht die Unterstützung vor allem darin, dass man gewisse Freizeit-Aktivitäten planen kann und weiß, dass das Kind dann bei den Großeltern gut versorgt ist."

Was macht euch am glücklichsten daran, Leons Eltern zu sein?

"Eltern-Sein bringt unendlich viele schöne Punkte mit sich. Wirklich begreifen wird man diese aber erst, wenn man selber in der Situation ist. Vieles, was man vor dem ersten Kind hört und liest, klingt zwar logisch, aber das Schöne im Leben muss man selber erleben, um es vollständig zu begreifen. Wenn man spürt, dass da jetzt ein Mensch ist, der absolut auf einen angewiesen ist, dann ist das natürlich eine große Verantwortung, aber auch ein großes Glücksgefühl, da man die einmalige Chance hat, vieles von sich weiterzugeben. Man fühlt sich verantwortlich für das Leben des Kindes: dass es einen guten Start hat, dass man ihm oder ihr das Wichtige und Richtige für sein Leben mitgibt. Und in jedem kleinen Erfolg des Babys sieht man auch den eigenen Erfolg: Das erste Lachen, die ersten Schritte, die ersten Wörter."

Und was war schwierig an euren neuen Rollen als Mutter und Vater?

"Der Schlaf-Mangel war für uns in dieser Form einfach nicht vorstellbar. Man hört unterschiedliche Geschichten und jedes Kind ist anders. Leon hätte uns in seinem 1. Jahr die Nächte wohl etwas ruhiger gestalten können. Aber in Wahrheit sind wir mit einem gesunden, fröhlichen, sensationellen Kind beschenkt worden – also man jammert auf hohem Niveau, wenn man über unruhige Nächte grübelt. Gerade für Anne als stillende Mutter sind die Nächte intensiv – aber als Mama schaltet man offensichtlich auch Energie und Kräfte frei, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie hat."

Wie gestaltet ihr eure beruflich vollkommen freien Tage zu dritt besonders gerne?

"Unsere berufsfreien Tage spielen sich oft bei der Familie ab. Ein Teil der Familie wohnt rund eine Autostunde entfernt, da plant man dann die Besuche etwas länger und verbringt gleich einen Tag ganz bewusst im Kreis der Familie. Ausflüge sind natürlich mit sehr kleinen Kindern noch anstrengend, aber sie geben dennoch schon viele wertvolle Eindrücke und es hilft ungemein, wenn man schon möglichst früh rauskommt und sich im Alltag mit dem Baby bewährt. Kleine Erfolgserlebnisse am Anfang geben einem auch das Gefühl, dass nun mit Kind zwar alles anders ist, aber weiterhin alles möglich bleibt. Und wenn es nur die erste erfolgreich Busfahrt ist oder ein Kaffeehausbesuch mit der friedlich-schlummernd, vor sich hin tickenden Zeitbombe."

Habt ihr Freizeit-Tipps für St. Pölten - für frischgebackene Eltern und ihre Babys?

"Die Seenlandschaft am Viehofner und der Ratzersdorfer See sowie der Hammerpark sind für Spaziergänge und Treffen mit Gleichgesinnten super. Gleichgesinnte, also junge Familien sind sowieso wichtig: Wir haben uns in der Schwangerschaft relativ viel Zeit genommen und gelesen, mit jungen Eltern gesprochen und in den einschlägigen Vorbereitungskursen auch Leute kennengelernt. Gerade in den ersten Monaten nach der Geburt waren die Babytreffs bei der Hebamme auch sehr hilfreich. Man bekommt Tipps - und es tut auch gut zu sehen, welche Probleme andere haben, von denen man selber aber verschont bleibt. Anne und Leon gehen wöchentlich in die Pannolino Sing- und Spielgruppe, zu dritt gehen wir wöchentlich in einen Babyschwimmkurs."

Mehr zum Thema:
Mama Sophia erzählt offen auch von den Schattenseiten von Schwangerschaft und Mutter-Sein.
Mama Anita aus Ober-Grafendorf gibt inspirierende Einblicke in ihr buntes Mutter-Sein.
Mario+Familie
Ein einziges Lächeln lässt jede Anstrengung vergessen: Mario aus St. Pölten gibt Einblick in sein Familien-Glück.