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stp-baby Redaktion
31. März 2018

SCHWIMMEN MIT MAMA, ZÄHNEPUTZEN MIT PAPA - UND KUSCHELN MIT ALLEN BEIDEN!

Rubina Weinzettl im Eltern-Interview

Rubina (33) lebt mit ihrem Mann Florian (35) in der Waldviertler Gemeinde Waldenstein. Ihre Tochter Annika ist 11 Monate alt. Wenn sie nicht gerade selbst für die stp-baby Plattform werkt - oder in ihrem eigenen Spaß-Blog über ihre Ursprungsheimat Wien, das Waldviertel und die Welt schreibt - ist die karenzierte IT-Spezialistin und Texterin mit Leib und Seele Mama. Im stp-baby Eltern-Interview gibt sie spannende Einblicke in ihren Familien-"Alltag" und verrät wertvolle Erfahrungen und Tipps.

Rubina, was waren denn bis jetzt deine größten Challenges als Mutter, seit euer Baby auf der Welt ist?

"Unsere Tochter wird ja demnächst 11 Monate alt. Seitdem sind die größten Herausforderungen für mich immer körperlicher Natur gewesen. Nach der Geburt dauerte es einige Zeit, bis mein Becken nicht mehr so weh tat - ich hatte eine Symphysen-Lockerung - und mein Kreislauf sich einigermaßen stabilisiert hatte. Auch jetzt merke ich, dass mein Kind immer schwerer wird und ich oft wirklich erledigt bin, vor allem, wenn die Nächte zusätzlich lang werden. Auch, mich daran zu gewöhnen, dass ich jetzt für viele Dinge, die ich früher einfach gemacht habe, Kinderbetreuung brauche - wie Arzttermine, sich vor den Laptop zu setzen oder auch nur einfach duschen zu gehen - ist nicht ganz einfach."

Und was waren die schönsten Momente bis jetzt? Es ist schwer, das einzugrenzen, ich weiß.

"Sehr schwer. Ich würde generell sagen, dass die schönen Momente auf jeden Fall überwiegen. Ich hatte nach der Geburt das Glück, dass mir wirklich ganz stark die Hormone eingeschossen sind und ich nach dem ersten Stillen ganz intensiv von einer Liebe durchflutet wurde, die ich nicht gekannt habe. Dann habe ich tagelang nur mein Baby angeschaut und sonst nichts getan. Jeder Meilenstein in der Entwicklung meiner Kleinen ist ein Highlight und wirklich jedes Mal, wenn sie lacht, bin ich auch glücklich."

Wie hast du dich eigentlich während deiner Schwangerschaft auf die Geburt vorbereitet - und hast du hier vielleicht Tipps für andere werdende Mütter?

"Ich würde jeder Mutter raten, sich von einer Hebamme begleiten zu lassen. Egal, wo man vor hat, zu gebären. Die Schwangerschaft und die ersten Wochen nach der Geburt sind so viel einfacher, wenn man eine kompetente und empathische Ansprechperson hat, an die man sich wenden kann und die immer wieder nach dem Rechten sieht. Außerdem haben Hebammen oft andere Ansätze als Ärzte, die ich als individueller empfinde. Ich habe mich mit einer Hebamme und Hypnobirthing auf eine Hausgeburt vorbereitet. Außerdem habe ich in den letzten 4 Wochen der Schwangerschaft Akupunktur in Anspruch genommen."

Gibt es Tipps, die du anderen werdenden Eltern gerne für die Geburt weitergeben würdest, aus deiner eigenen Erfahrung heraus?

"Ich würde jeder Mama raten, die Geburt nach ihrer eigentlichen Persönlichkeit zu planen - und dort zu gebären, wo sie sich gut aufgehoben fühlt. Das kann zu Hause sein, wenn man so wie ich hochsensibel ist und sich in Spitälern unwohl fühlt. Das kann aber auch in einer Klinik sein, wenn man sich dort sicherer fühlt und alle Möglichkeiten der Geburtshilfe vor Ort haben will. Und ich würde mich nicht zu sehr auf etwas versteifen. Es kommt häufig anders als man denkt. Und man schafft oft bei der Geburt Dinge, die man sich nie hätte vorstellen können.

Ich musste z.B. von meiner Hausgeburt nach 24 Stunden ins Spital wechseln, weil meine Wehen stagniert haben und ich ein Wehenmittel gebraucht habe. Ich hatte totale Panik vor dem Spital, als ich noch schwanger war. Aber als es dann notwendig war, war ich bereit und es hat gepasst - und ich wurde dort sehr gut betreut. Ich bin dann nach 36 Stunden Geburt trotzdem nur ambulant dort gewesen und nach nicht einmal 24 Stunden nach Hause gegangen, wo wir dann von unserer Hebamme weiter betreut wurden. 36 Stunden Geburt hätte ich mir sowieso nie zugetraut. Und auch nicht, wie schnell man sich von so einem Erlebnis durch die Hormone wieder erholt. Also man kann zwar natürlich vieles planen, aber passieren tut dann alles von selbst."

Du lebst ja im Waldviertel. Ursprünglich bist du aber aus Wien. Was gefällt dir besonders daran, euer Kind in Niederösterreich, abseits von der Großstadt, aufzuziehen?

"Ich kann von meinem Haus direkt mit meiner Kleinen ins Grüne gehen. Wir haben einen großen Garten und nette Nachbarn, die auch kleine Kinder haben. Und wenn meine Süße mal in der Kindergarten geht, wird sie dort einige Kinder schon kennen und sich dann eventuell weniger fremd fühlen. Wobei ich immer höre, dass das auch auf die Persönlichkeit des Kindes ankommt. Aber den größten Vorteil sehe ich im Vorhandensein der Natur hier heroben. Ich könnte mir nicht vorstellen, mit meinem Kind bei der Tür raus auf die Straße zu gehen."

Mutter zu sein ist wunderschön und auch sehr fordernd. Wo, wie und wann tankst du mal auf, wenn die Batterien ein wenig leer sind? Hast du hier ein Geheim-Rezept?

"Wenn ich in der Früh sehr müde bin und/oder mein Kreislauf nicht in Gang kommt, gehe ich kalt duschen. Diese morgendlichen Kneipp-Anwendungen wirken oft Wunder! Mir hilft es auch sehr, mich mit meinem Baby während des Mittagsschlafs gemeinsam hinzulegen. Auch Spaziergänge an der frischen Luft können sehr hilfreich sein, wenn das nicht geht.

Außerdem habe ich einen netten Ehemann und tolle Schwiegereltern, die mich unterstützen. Ganz ohne Unterstützung ist es meiner Ansicht nach schwierig, wirklich zu Entspannung zu kommen. Wenn ich dann für mich bin, entscheide ich - je nachdem, wie erledigt ich bin - ob ich Yoga mache, meditiere, lese oder einfach nur fernsehe. Yoga war für mich übrigens auch ganz wichtig, um mich von der Geburt zu erholen. Seit mein Baby 3 Monate alt ist, mache ich Mama-Baby-Yoga. Und jetzt, wo es neben ihr schon schwieriger ist, ein wirkliches Workout zu machen, gehe ich abends alleine zum Yoga."

Gibt es besondere Freizeitgestaltungstipps in eurer Familie?

"Besondere nicht. Ich habe mit Annika einen Mama-Baby-Yoga-Kurs gemacht und wir gehen Babyschwimmen und in eine Krabbelgruppe. Annika macht alles Riesen-Spaß, wo andere Babys und Kinder sind. Babyschwimmen ist allerdings nicht für jedes Kind das Richtige, kommt mir persönlich vor. Ansonsten genieße ich die Zeit mit der Familie hier heroben im Waldviertel und gehe gerne an die frische Luft. Oder treffe mich mit anderen Mamas und ihren Kindern. Aber etwas Außergewöhnliches habe ich noch nicht unternommen, muss ich gestehen. Ich gehe es eher ruhig an, weil ohnehin so viel zu tun ist."

Wie bringt sich dein Mann Florian in die Erziehung und Pflege eurer Tochter mit ein? Gibt es ausschließliche „Papa-Dinge“ oder teilt ihr euch alle Aufgaben?

"Mein Mann arbeitet Vollzeit, aber außerhalb dieser Zeit teilen wir uns alles. Ich war ja auch ab dem ersten Tag nach der Geburt zu Hause - und er hat sich im Wochenbett ganz alleine um mich und Klein-Annika gekümmert. Essen wurde von den Besuchern gebracht.

Abends spielt Florian mit Annika, macht sie meistens auch bettfertig - wie es sich halt ergibt - und trägt sie fast jeden Abend mit der Babytrage zu Musik in den Schlaf, außer natürlich, sie schläft an meiner Brust ein.In schlimmen Nächten steht er auch mal auf, um sie zu beruhigen oder legt sich mit ihr ins Gästezimmer. Wenn sie mich nicht riecht und niemand zum Nuckeln da ist, schläft sie nämlich oft länger durch und wird dann erst wieder wach, wenn sie wirklich Hunger hat. Ein ausschließliches Papa-Ding ist eigentlich das Zähneputzen: Mein Mann schafft es, daraus einen großen Spaß zu machen, bei dem unsere Kleine immer ganz laut lacht. Deswegen macht er das immer mit ihr. Überhaupt scheint er eine sehr gute Bindung zu ihr zu haben, weil er so viel Zeit mit ihr verbringt, wie nur möglich. Manchmal scheint es, als wüsste sie instinktiv, dass er bald nach Hause kommt, was meist um 17:30 Uhr der Fall ist - und fragt mich dann so um fünf herum: "Papa?" Und wenn er dann kommt, wird er freudigst mit einem großen Lächeln begrüßt - vor allem, seit sie krabbeln kann."

Vielen Dank an Rubina Weinzettl für dieses liebe, ausführliche Mama-Interview!

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