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stp-baby Redaktion
6. Januar 2018

KANGATRAINING FÜR MAMA UND BABY: FIT WIE EIN KÄNGURU!

Die niederösterreichische Kangatrainerin Claudia im Interview

Kangatraining wurde 2008 in Wien von Nicole Pascher - ehemaliger Tänzerin und Mutter von drei Kindern - gegründet. Heute erobert das facettenreiche Trainingsprogramm für Mütter, Väter und ihre Babys die Welt: mit Kangatrainerinnen in mittlerweile über 30 Ländern! Auch Claudia Wittmann ist seit 2014 zertifizierte Kangatrainerin. Zweimal pro Woche trainiert sie in Niederösterreich (St. Pölten und Bezirk Lilienfeld) mit ihren begeisterten TeilnehmerInnen. "Ich bin selbt Mama von zwei wundervollen Kindern", verrät sie, "durch meine Tochter, heute 4, bin ich damals als Teilnehmerin zum Kangatraining gekommen und habe anschließend die Ausbildung gemacht. Mein Sohn und derzeitiger Co-Trainer ist 17 Monate alt." Zusätzlich unterstützt Claudia andere Eltern als Trageberaterin („Die Trageschule Österreich und Schweiz“). Wir wollten mehr dazu erfahren - und baten die engagierte Trainerin und Mutter zum stp-baby Interview.

Claudia, erzählst du uns einleitend, wie du zum Kaingatraining gekommen bist - und warum es dich so begeistert hat, dass du selbst die Trainer-Ausbildung gemacht hast?

"Als meine Tochter 2013 geboren wurde, ging es mir wie vielen anderen Mamas - auch ich konnte meine Kleine nie weglegen. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Trageberaterin und buchte eine Trageberatung, in der ich lernte, meine Tochter richtig zu tragen. Kurz darauf war ich auf der Suche nach einem Fitness-Programm, um die Schwangerschaftskilos verschwinden zu lassen und wieder fitter zu werden. Ich war immer schon sportlich, auch schon vor meinen Schwangerschaften. Radfahren, Mountainbiken, Reiten, Yoga, Pilates: Bewegung und Sport waren für mich immer schon sehr wichtig gewesen. Da ich in beiden Schwangerschaft aber ca. 30 Kilogramm zugenommen habe, bin ich selbst das beste Beispiel, um zu zeigen, dass Kangtraining wirklich rundherum fit und glücklich macht. Mit der richtigen Ernährung, Bewegung und Kangatraining - wir empfehlen, zusätzlich zum Kurs zweimal wöchentlich zuhause mit der DVD zu trainieren, um einen effektiven Erfolg zu sehen - habe ich es nach beiden Schwangerschaften jedes Mal geschafft, wieder mein Ausgangsgewicht zu erreichen. Es geht in erster Linie aber natürlich nicht ums Abnehmen, sondern einfach um die Bewegung, den Spaß und den Austausch untereinander. Es sind schon viele wunderbare Freundschaften beim Kangatraining entstanden."

Du bist ja auch ausgebildete Trageberaterin. Was sind die Vorteile beim Tragen, verglichen z.B. mit dem Schieben im Kinderwagen? Warum ist das Tragen wichtig - und wie lange kann oder soll man denn eigentlich sein Baby bzw. Kleinkind tragen?

"Grundsätzlich möchte ich jetzt kein Pro und Contra bzgl. Tragen und Kinderwagen aufstellen. Auch meine Kinder sitzen ab und zu gerne im Kinderwagen bzw. gibt es ja auch KangaOnWheel und KangaMix, hier können die Babys/Kinder im Kinderwagen mitgenommen werden. Aber Tragen finde ich deshalb so schön, weil es einfach die Bindung stärkt, Geborgenheit gibt und auch einfach praktisch ist. Viele Babys wollen sich nicht gerne ablegen lassen, die meisten Mamas tragen sie dann auf einem Arm und bekommen natürlich durch die einseitige Belastung Rücken- und Schulterschmerzen. Wenn ich das Baby in einem Tuch oder einer Tragehilfe trage, ist das Gewicht perfekt verteilt. Die natürliche Anhock-Spreiz-Haltung, die für die Hüftreifung ganz wichtig ist, ist gegeben. Und man hat auch noch die Hände frei für den Haushalt, das Geschwisterkind, den Einkauf usw.! Tragen kann man sein Kind so lange, wie sich beide damit wohlfühlen. Es gibt durchaus schon größere Kinder, die z.B. bei einem Wander-Ausflug oder Zoo-Besuch auch mal müde Beine haben und dann froh sind, wenn sie ein Stück getragen werden. Ich habe 2016 bei „Die Trageschule Österreich und Schweiz“ die Ausbildung zur Trageberaterin gemacht und freue mich sehr, seither vielen Familien das Tragen näher zu bringen." (Auf ihrer Facebook-Seite könnt ihr Claudia bei Fragen direkt kontaktieren, Anm.)

Wenn ich jetzt sagen würde: "Ich war noch nie beim Kangatraining, würde aber gerne teilnehmen. Ein wenig Angst habe ich aber - bin ich fit genug? Kann sich mein Baby dabei verletzen? Muss ich bereits Vorkenntnisse aus anderen Sport-Arten dafür mitbringen?" Was würdest du mir auf Fragen wie diese antworten?

"Wer beim Kangatraining dabei sein möchte, muss natürlich überhaupt keine Bedenken bezüglich seiner Fitness haben. Schwangerschaft und Geburt waren Meisterleistungen, die der Körper vollbracht hat - und natürlich dauert es, bis man danach wieder fit ist. Aber: Man wird nie wieder im Leben so schnell wieder fit, wie nach einer Schwangerschaft! Das ist auch ein sehr großer Vorteil. Beim Kangatraining werden die Übungen langsam gesteigert, es gibt verschiedene Übungslevels. Man muss also wirklich überhaupt nicht besorgt sein.

Auch für die Babys ist das Training natürlich völlig ungefährlich: Anfangs werden Aufwärm- und Boden-Übungen gemacht, in die die Babys teilweise integriert werden, sonst liegen sie direkt neben ihren Mamas auf den Matten. Und nach dem Aufwärmen kommen sie in die Trage oder ins Tragetuch, wo sie meistens die restliche Stunde verschlafen. Kangatraining ist ein speziell entwickeltes prä- und postnatales Trainingsprogramm und daher perfekt abgestimmt auf Mama und Baby! Besonders achten wir auf Beckenboden und Gelenke. Es wird weder gesprungen noch stark aufgestampft. Man braucht auch keine Vorkenntnisse. Mitzubringen sind lediglich gute Laune, Sportkleidung, eine Trinkflasche mit Wasser und das Baby natürlich. Inspirationen findet ihr übrigens in unserem Kangatraining-Video auf YouTube!"

Wie ist denn das Feedback deiner sportelnden Mamas auf deine Kurse? Was sind besonders schöne Rückmeldungen der TeilnehmerInnen?

"Das Feedback ist durchaus positiv. Wie schon bereits erwähnt, entstanden schon viele Freundschaften durchs Kangatraining, weil es einfach verbindet. Ich habe auch schon viele Mamas gehabt, die unglücklich waren wegen ihrer Figur und durchs Kanga ganz toll abgenommen haben. Wenn man dann tolle Rückmeldungen bekommt, freut man sich natürlich umso mehr mit den Mamas mit! Auch sind die meisten Mamas so begeistert, weil es ein Training ist, wo sie ihr Baby nicht vorher abgeben müssen, sondern gemeinsam mit ihrem Baby etwas für sich selbst tun.

Einmal im Jahr veranstalten wir übrigens auch einen Flashmob zugunsten benachteiligter Mütter oder Familien: Das ganze nennt sich KangaHelp - und ich freue mich immer sehr, wenn mich viele Mamas mit ihren Babys dabei für den guten Zweck unterstützen."

Dein kleiner Sohn ist „Co-Trainer“ beim Training. Ist deine ganze Familie sportlich?

"Mein Sohn, der 2016 geboren wurde, ist mein Co-Trainer und macht auch begeistert mit. Es macht ihm riesig viel Spaß, beim Kanga dabei zu sein. Ja, auch mein Mann ist sportlich: sei es Schifahren, Mountainbiken, Laufen oder Tennisspielen. Wir gehen auch gerne schwimmen, walken und wandern. Heuer im Sommer haben wir eine neue Leidenschaft zum Stand Up Paddeln entdeckt."

Und - was man nicht vergessen darf - du bist zweifache Mama UND arbeitest als Trainerin und Trageberaterin. Kommst du da auch mal im wahrsten Sinne „ins Schwitzen“, wenn viele Kurse und Beratungen anstehen?

"Meine Zeit teile ich mir gut ein. Ich liebe es, zum Kangatraining zu fahren - derzeit gebe ich 2 Stunden in der Woche. Dazu kommen die Termine für die Trageberatungen. Ich bin von Natur aus ein sehr aufgeweckter Mensch - ich sage auch oft: „unruhiger Geist“ - und brauche immer etwas zu tun und volles Programm. Darum liebe ich es umso mehr, dass ich mir meine Zeit selbst einteilen kann. Kangatraining und Trageberatung sind mein Herzstück und meine Leidenschaft - und ich bin dankbar für die vielen tollen Begegnungen und Freundschaften, die ich dadurch erfahren darf."

(Vielen Dank für das Interview an Claudia Wittmann vom Kangatraining!)

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