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stp-baby Redaktion
6. Januar 2018

BABYMASSAGE: POSITIVE ERFAHRUNGEN FÜR MUTTER UND KIND

Babymassage-Kurs-Leiterin Marion im Interview

Marion Strohmaier ist Mutter von drei Kindern - und unterstützt seit vielen Jahren andere Eltern, u.a. dank ihrer Ausbildung als Doula sowie Elternbildnerin zu den Lebensphasen Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft. Darüber hinaus schupft sie das Böheimkirchner Elternzentrum BOEKiZ. Dort bietet sie regelmäßig auch Babymassage-Kurse an. Und genau zu diesem Thema wollte die stp-baby Redaktion mehr von ihr wissen.

Marion, wozu ist es gut, wenn ich mein Baby massiere?

"Die Haut ist eins der sensibelsten und wichtigsten 'Lern-Organe' von Babys. Durch die sanfte Berührung, durch die rhythmischen Bewegungen und die liebevolle Aufmerksamkeit, die du deinem Baby schenkst, bekommt es eine große Palette an positiven Erfahrungen geliefert: Es lernt seine eigenen Grenzen kennen, es entspannt sich besser, nimmt leichter an Gewicht zu, die Atmung verbessert sich - und es spürt die Liebe, die über deine Hände abgegeben wird. Und auch du kannst die Zeit der Massage als Auszeit vom alltäglichen Stress genießen."

Wie alt sollte das Baby mindestens dafür sein?

"Schon Neugeborene können massiert werden. Anfangs mit den ganz zarten und vorsichtigen Berührungen der Schmetterlingsmassage (die übrigens auch bei Frühgeborenen ganz wunderbare Vorteile bringt). Und ab ca. 5 Wochen empfiehlt sich die Massage mit Öl, das bleibt ganz dem Empfingen der Mama überlassen, oder der Geduld des Babys."

Was brauche ich für eine Babymassage?

"Eigentlich nur ein zufriedenes Baby und eine entspannte Mutter bzw. einen entspannten Vater. Und, wenn du die nackte Haut massieren möchtest, ein biologisches Massageöl. Eine kleine Teil-Massage kann jederzeit, überall und ohne große Vorbereitung durchgeführt werden. Wenn du am Wickelplatz das Öl bereitstellst, kannst du z.B. bei jedem Wickel-Vorgang kurz die Beine und Füße oder den Bauch deines Babys massieren. Für eine Ganzkörper-Massage empfiehlt es sich, eine Decke auszubreiten, zum Schutz eine Wickelunterlage mit Windel drüber – und das Massageöl in eine Schüssel zu geben, damit der Massage-Prozess nicht durch das Entnehmen des Öles aus der Flasche unterbrochen wird. Und wenn du dann noch für kleinere Wasserspiele ein paar Windeln zum Abtrocknen bereit legst, kann eigentlich gar nichts mehr passieren."

Gibt es eine einfache Technik, die du uns hier verraten kannst? Muss ich irgendwelche speziellen Öle oder Unterlagen verwenden, wie ist das mit der Raum-Temperatur etc.?

"Die einfachste Technik ist, auf deine Intuition zu vertrauen. Mütter wissen, wie stark oder wie sanft die Berührung sein soll! Einfach Öl auf die Handflächen tröpfeln - niemals direkt auf das Baby! - und mit der flachen Hand über den Körper streichen. Das Öl sollte möglichst pur und biologisch sein. Auch in den teuersten Baby-Massage-Ölen stecken zu viele Zutaten drinnen. Ich empfehle daher ein reines Mandel-, Jojoba- oder Weizenkeim-Öl – oder für die Mamas, die sich am Geruch von Olivenöl nicht stören: einfach das Bio-Öl aus der Küche schnappen und losmassieren. Eine Unterlage empfiehlt sich wegen der Öl-Flecken und natürlich, damit das Baby schön weich und gemütlich liegt. In der kühleren Jahreszeit ist es außerdem sehr wichtig, die Massage in einer warmen Umgebung durchzuführen. Wenn dein Baby friert, findet es die Massage auch nicht angenehm. Im Badezimmer ist es oft wärmer - oder es gibt einen Heizstrahler über dem Wickeltisch, oder du wickelst und massierst neben dem Heizkörper. Das Wichtigste bei der Massage ist jedenfalls, dass sich dein Baby und du wohl fühlen und ihr beide entspannt seid. Ist einer von euch gestresst, solltet ihr die Massage auf einen späteren Zeitpunkt verschieben."

Woran merke ich, dass die Massage gut ist für mein Baby?

"Beobachte die Reaktionen deines Babys: Ist es entspannt, aufmerksam und zufrieden - oder quengelig, unruhig und weinerlich? Empfinde die Massage nicht als 'MUSS', als etwas das unbedingt erledigt werden soll. Die Massage orientiert sich an der Befindlichkeit und den Bedürfnissen deines Babys – und nicht umgekehrt."

Angenommen, ich sage jetzt zu dir: Marion, ich möchte zwar mein Baby gerne massieren, habe aber wirklich Angst, ihm wehzutun. Was rätst du?

"Babys sind so viel robuster und widerstandsfähiger als wir uns das manchmal vorstellen. Erinnern wir uns einfach an die Geburt, Babys werden auf sehr kraftvolle Weise durch einen engen Kanal herausgeschoben – du und deine Hände würden beim Massieren niemals so viel Kraft aufwenden! Die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Baby beim Massieren verletzt ist meiner Meinung nach nicht gegeben. Vertrau auf dich und deine Fähigkeiten!"

Was lernt man in einem eurer BOEKiZ-Kurse für Babymassage?

"Ich zeige die Techniken der Schmetterlingsmassage und der Indischen Babymassage. Ich erläutere die Vorteile einer regelmäßigen Massage - und vor allem möchte ich den Müttern die Angst vor einer falschen Berührung nehmen."

(Vielen Dank für das Interview an Marion Strohmaier vom BOEKiZ!)

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